Der Begriff "Erlernte Hilflosigkeit" geht zurück auf Prof. Dr. Martin Seligman. Er brachte Hunde in eine ausweglose Situation und hinderte sie daran, diese durch eigenes Verhalten zu beenden. Als er sie danach der gleichen Situation aussetze und ihnen einen Ausweg bot, waren sie nicht mehr dazu in der Lage, sich in Sicherheit zu bringen. Sie wurden passiv und teilnahmslos. Die erlernte Hilflosigkeit gilt als eine entscheidende Ursache für psychische Erkrankungen und Traumata.
Laut Seligman beruht erlernte Hilflosigkeit auf der Überzeugung, dass das eigene Verhalten nichts damit zu tun hat, ob ein erwünschtes Ergebnis eintritt oder nicht. Oft wird angenommen, dass Hilflosigkeit entsteht, wenn ein Lebewesen etwas besonders Schlimmes erlebt. Es müsste also ausreichen, meinen Hund vor allen schlimmen Erfahrungen zu bewahren und ihm alles zu geben, was er braucht und dann müsste ja alles in Ordnung sein. Leider ist das nicht ganz so einfach. Die Ursache von erlernter Hilflosigkeit ist die Erfahrung von Unkontrollierbarkeit. Das bedeutet: egal, welches Verhalten ich zeige, meine Situation wird sich nicht verbessern.