Im positiven Training gibt es ein paar wichtige Grundannahmen: Wir wollen eine vertrauensvolle, liebevolle und gleichwürdige Beziehung zu unserem Hund. Das bedeutet, dass wir für unseren Hund kein Hundehalter, Besitzer und schon gar kein Chef sein wollen. Wir sehen unsere Rolle gegenüber dem Hund als eine liebevolle Bezugsperson, die ihn schützt und unterstützt, wo immer uns das möglich ist. Wenn wir dem Hund Grenzen setzen müssen - und das müssen wir viel zu oft - dann kommunizieren wir diese fair und ohne Gewalt. Und wir haben uns eine ethische Grundlage gegeben, die immer weiter diskutiert und entwickelt wird.
Emotional: es geht euch gut - dir und deinem Hund. Und wann geht es euch gut? ..., wenn eure Bedürfnisse bestmöglich befriedigt sind. Wir finden heraus, was du gerne möchtest. Gleichzeitig unterstützen wir dich dabei, die Bedürfnisse deines Hundes zu erkennen, zu verstehen und, wann immer möglich, umzusetzen.
Wohlwollend: Wahrscheinlich kommst du zu uns, wenn dein Hund Verhalten zeigt, bei dem es dir nicht gut geht. Und verständlicherweise möchtest du, dass dieses Verhalten aufhört. Klar!
Dann schauen wir als erstes, welches unerfüllte Bedürfnis dein Hund damit zum Ausdruck bringt. Denn von einem sind wir zutiefst überzeugt: dein Hund tut nichts, um dich zu ärgern oder aus bösem Willen. Dein Hund verhält sich so, weil ein oder mehrere Bedürfnisse nicht befriedigt sind. Das führt zu einem emotionalen Ungleichgewicht. Du kennst das sicher auch von dir: wenn es dir nicht gut geht, reagierst du anderen gegenüber häufiger unangenehm, oder?
Bedürfnisorientiert: Wenn wir das unbefriedigte Bedürfnis gefunden haben, suchen wir nach Möglichkeiten, wie du deinem Hund helfen kannst, sein Bedürfnis zu befriedigen. So helfen wir deinem Hund, sein Verhalten zu ändern und verbessern die Kommunikation zwischen euch beiden.
Konstruktiv: Wir suchen nach alternativem Verhalten mit dem dein Hund sein Bedürfnis zum Ausdruck bringen kann oder wenn möglich, wie er sich dieses Bedürfnis auf sozialverträgliche Art selbst befriedigen kann.
Dafür finden wir Verhalten, das dir besser gefällt, und üben es mit euch beiden ein. Und das tun wir, wo immer das möglich ist, über positive Verstärker. Und, weil das obendrein auch noch Spaß macht, ist dein Hund mit Begeisterung dabei, wenn du ihn um dieses Verhalten bittest.